Ökumenische Fastenkampagne 2025
«Hunger frisst Zukunft!»
Von Aschermittwoch, 5. März, bis Ostersonntag, 20. April, beleuchtet die Ökumenische Kampagne das Thema Hunger und Unterernährung.
Vielleicht haben Sie auch schon ein Baby schreien gehört. Es geht durch Mark und Bein. Wir werden unruhig. Eltern kennen es, Grosseltern, ältere Geschwister: Wenn ein Baby schreit, lässt das keinen kalt. Wir kommen in Bewegung, denn dieses Kind braucht uns. Vielleicht hat es Schmerzen oder schlichtweg Hunger. Hunger haben, das ist eine menschliche Grunderfahrung, ganz existenziell. Uns allen ist bewusst: Ohne Nahrung kein Leben, ohne Nahrung keine Zukunft. Ja, es ist zum Schreien, und das gilt nicht nur für Babys: «Hunger frisst Zukunft!» So steht es auf dem Plakat zur diesjährigen Ökumenischen Kampagne. «Hunger frisst Zukunft», die Fakten dazu sind klar: Obwohl wir bei weitem genug Nahrung für alle Menschen auf diesem Planeten hätten, leidet global gesehen jeder zehnte Mensch an Hunger, und ein Drittel der Weltbevölkerung ist chronisch unterernährt. Hunger und Mangelernährung haben weitreichende Folgen: Sie verunmöglichen ein gutes und menschenwürdiges Leben, sie zerstören Zukunft.
Die Ökumenische Kampagne 2025 eröffnet deshalb einen neuen Drei-Jahres-Zyklus, der auf die Nord-Süd-Ungerechtigkeiten aufmerksam macht, die Ursachen des Hungers thematisiert und nachhaltige Lösungsansätze präsentiert.
Neues Hungertuch
Wussten Sie, dass im Jahr 2025 wieder ein neues, eigens kreiertes Hungertuch in den Kirchen St. Martin und Bruder Klaus zu sehen ist? Im Zentrum des Hungertuchs der Künstlerin Konstanze Trommer verschmelzen Erde und Brot auf einem kosmischen Hintergrund miteinander zu einem Erdenbrot. Dieses Erdenbrot scheint im weiten Kosmos frei zu schweben. Es könnte alles so schön und friedlich sein, wäre da nicht das Besteck. Messer und Gabel liegen rechts und links des Erdenbrots bereit. Das Besteck kann eine Einladung, aber auch eine Bedrohung sein. Wir dürfen uns am Brot bedienen und es verzehren. Doch sobald wir das Brot anschneiden, verletzen wir die Erde. Wir können uns fragen: Wer verzehrt die Welt? Wer ernährt, und wer wird ernährt? Lässt sich das Brot essen, ohne unseren Planeten zu zerstören?
Die ungewohnte Ansicht der Erde kann uns Hinweis auf die Beantwortung dieser Fragen geben. Während Nordamerika stellvertretend für den Globalen Norden von der Sonne hell erleuchtet wird, sind die Umrisse von Südamerika (Globaler Süden) nur noch schwach im Schatten und im Brot zu erkennen. Gelingt es, die Weltbevölkerung gesund zu ernähren und die Erde zu bewahren? Und wer sollte das tun, wenn nicht wir – hier und heute?
Veranstaltungen in der Fastenzeit
Wie jedes Jahr können Sie die Fastensäckli am Wochenende vom 5./6. April oder am Palmsonntag in der Kirche abgeben. Auch direkte Einzahlungen an Fastenaktion sind möglich und erwünscht.
Weiter gibt es in der Fastenzeit besondere Anlässe, bei denen wir in Gemeinschaft sind. Dies ermutigt und bereichert uns.
Aschermittwoch, 5. März:
Gottesdienst mit Aschenausteilung
09.30 Uhr in St. Martin
18.00 Uhr in Bruder Klaus
Fastensuppe:
Jeweils Freitag 14., 28. März und 4. April von 11.45-13.00 Uhr im Winkel
Morgenfeiern in der St. Anna-Kapelle:
13., 20. und 27. März jeweils um 06.15 Uhr
Versöhnungsfeiern:
15. April, 19.30 Uhr in St. Martin
16. April, 14.30 Uhr in Bruder Klaus